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Programm 2026

Übersicht über unser Jahresprogramm 2026

MOSBACH
19.04.-17.05.IN MOSBACH Kunstankäufe der Stadt Mosbach 2019-2025
20.05.Fanny Morweiser: Literatur und Malerei
31.05.-05.07.OUT OF MOSBACH 1 “Fluchtpunkt Hanoi”
14.07.FILMABEND Klaus-Michael Grüber
16.07.-17.07.KURZFILMTAGE “Provinz”
26.07.-06.09.OUT OF MOSBACH 2 Heinsheimer / Pokorny / Deleau / Hildenbrand / Beichert
12.09.StromWandlungSchall V
20.09.-31.10.Emmanuel Henninger
BUCHEN
29.03.-17.05.Andreas Gärtner
07.06.-12.07.ANSICHTSSACHEN Mitgliederausstellung
31.07.-06.09.Christoph Breuer

Andreas Gärtner
Eclipse

29.03. – 07.05.2026 Buchen

Andreas Gärtner untersucht in seiner künstlerischen Arbeit Bildentstehung als offenen Prozess zwischen digitaler Reproduktion und traditioneller Maltechnik. Ausgangspunkt ist der Scanner, dessen technische Logik gezielt verschoben wird: Objekte, Bildmaterial und unterschiedliche Lichtquellen werden abgetastet, verfremdet und durch Zufall, Regulierung sowie Fehlinterpretationen geprägt. Die entstehenden Bilddaten werden digital manipuliert, in verschiedene Oberflächen übersetzt und teils mit handgemalten Elementen bearbeitet.
Vor dem Hintergrund einer zunehmend digital vermittelten Bild-Welt richtet sich diese Praxis auf die Frage, was Malerei unter diesen Bedingungen sein kann – als kontinuierliche Erweiterung ihrer Mittel, die im Kern Malerei bleibt.

www.andreasgaertner.de


IN MOSBACH 1
Kunstankäufe der Stadt Mosbach 2019 – 2025

19.04. – 17.05.2026 Mosbach

Seit vielen Jahren erwirbt die Stadt Mosbach Kunst von Künstlern und Künstlerinnen, die in Mosbach leben oder arbeiten. Trotz überschaubaren Budgets ist dadurch eine Sammlung entstanden,
die einen Eindruck von der hohen Qualität des regionalen Kunstschaffens vermittelt. Da Mosbach über kein eigenes Kunstmuseum verfügt, können die Arbeiten nicht dauerhaft gezeigt werden. Um Kunstinteressierten zu zeigen, welche Vielfalt an Kunst IN MOSBACH entsteht, wird in dieser Ausstellung eine Auswahl der Kunstankäufe der Jahre 2019 bis 2025 gezeigt.

Hildegard Becker | Hyong-Su Chang | Ulrike Ernst | Nina Gramling | Ellen Ince | Peter Langguth | Maryse Montesino-Fugger | Fanny Morweiser | Julia Peres | Ingrid Pfeffer | Heiko Pippig | Dietmar Riemann | Carmen Scheithauer | Gudrun Schillinger | Heidrun Sieber | Birgit Sommer | Bernhard Stüber | Ulrike Thiele | Bernd Vonau | Andreas Weber


IN MOSBACH 2 (in Kooperation mit der Mediathek Mosbach)
Fanny Morweiser – Literatur und Bildende Kunst

20.05.2026 19.00 Uhr Mosbach

Eine in Mosbach lebende Autorin hat in aller Stille etwas Besonderes geschafft: Fanny Morweiser (1940-2014) schrieb 12 Bücher für den renommierten Züricher Diogenes Verlag, „Der Spiegel″ berichtete über sie und ARD und ZDF verfilmten ihre Geschichten. In der Mosbacher Altstadt hatte sie ein Atelier für ihre Malerei. An diesem Abend werden ihre Texte gelesen und ihre Bilder gezeigt.  | Eintritt 10 €


OUT OF MOSBACH 1
Fluchtpunkt Hanoi

Ein Projekt von Marina Ludemann, Nina DeLudemann,
Ottjörg A.C. und Thomas Gaschler

31.05. – 05.07.2026 Mosbach

Fluchtpunkt Hanoi ist eine Installation über Migration, Verlust, Erinnerung und Wiederkehr. Von einem gescheiterten Kaiser-Attentat im Ruhrgebiet 1906 führt der Weg über die Fremdenlegion zu einer Liebe zwischen einem Tempelmedium und unserem Ex-Legionär nach Hanoi, wo unsere Protagonistin Lina geboren wird. Diese verlässt ihr Mutterland, die damalige Kolonie Indochina, mit 18 Jahren, um in Paris eine Schneiderlehre zu machen. Eine Liebesbeziehung führt auch sie auf Reisen und schließlich nach Deutschland, wo ihr Vater herkam. Erst 60 Jahre später kehrt sie nach Hanoi zurück, gemeinsam mit ihrer Tochter und Enkelin. Die Geschichte wird von Linas Tochter
Marina, ihrer Enkelin Nina und Schwiegersohn Ottjörg aus der Familienperspektive reflektiert. Autor Thomas Gaschler fügt einen Blick von außen hinzu. Es entsteht ein vielstimmiger Dialog
über kulturelle Differenzen, die Frage der Zugehörigkeit und die des Individuums im geschichtlichen Kontext.


Mitgliederausstellung
ANSICHTSSACHEN

07.06. – 12.07.2026 Buchen

Die jährliche Ausstellung von Arbeiten der Mitglieder des Kunstvereins steht 2026 unter dem Titel ANSICHTSSACHEN.
Ansichtssache: Das ist ein Statement, das Menschen von sich geben, wenn ein Thema gemischte Gefühle und geteilte Meinungen hervorruft.
Im Kontext der Bildenden Kunst kann man darunter Bilder und Objekte verstehen, die „zur Ansicht“ gegeben werden – bei dieser Ausstellung von:

Wilfried Georg Barber, Hildegard Becker, Hildgund Beichert, Michael Buchfelner, Christine Doege, Anatolij Grischko, Sigrid Pfisterer, Uwe Sieger, Renate Stolz, Bernhard Stüber, Ulrike Thiele, Werner Zeh, Friederike Ziegler und andere (Liste wir laufend ergänzt)


OUT OF MOSBACH 2
Klaus Michael Grüber – Ein Filmabend

14.07.2026 19.00 Uhr Mosbach

Klaus Michael Grüber (4. Juni 1941 in Neckarelz; † 22. Juni 2008 in Belle-Île, Bretagne, Frankreich) war ein international hoch angesehener Theater- und Opernregisseur. Im Neckarelzer Pfarrhaus aufgewachsen, gehörte er zur Elite der europäischen Theaterkünstler, prägte die Arbeit der Schaubühne Berlin und inszenierte u.a. in Salzburg, Zürich und Paris. Mit Filmen und im Gespräch soll an ihn erinnert werden.


2. Mosbacher Kurzfilmtage
PROVINZ

16.07. und 17.07.2026 Mosbach

Wir zeigen an zwei Abenden Kurzfilme, die sich mit dem Thema „Provinz“ auseinandersetzen, als weiterer Beitrag zum Mosbacher Stadtjubiläum. In der Umgangssprache bezeichnet „Provinz“ ein Gebiet, das arm an herausragenden kulturellen Angeboten ist und in dem kein bedeutendes
gesellschaftliches Leben stattfindet. Dabei handelt es sich um Regionen fernab der Metropolen in einem vorwiegend ländlich
geprägtem Raum.
Wie ist das Leben in der Provinz wirklich, wie kann es gesehen werden? Gehen wir mit den Filmemacher*innen gemeinsam auf die Suche nach Höhen und Tiefen provinziellen Lebens. Kuratorische Unterstützung erhalten wir vom Berliner Filmwissenschaftler Dr. Hannes Wesselkämper, der bis zum Abitur in Mosbach gelebt hat.


OUT OF MOSBACH 3
Fritz HEINSHEIMER | Werner POKORNY | Roland DELEAU
Thomas HILDENBRAND | Miriam BEICHERT

26.07. – 06.09.2026 Mosbach

Die Ausstellung präsentiert fünf Künstler*innen unterschiedlicher Generationen, die in Mosbach geboren oder aufgewachsen sind und später an anderen Orten künstlerisch reüssiert haben. Fritz Heinsheimer (1897 Mosbach – 1958 Wiesbaden) ist kunsthistorisch dem Expressiven Realismus zuzuordnen. Werner Pokorny (1949 Mosbach – 2022 Ettlingen) verarbeitete in seinen bildhauerischen Erken Holz oder im Außenbereich Cortenstahl. Roland Deleau (geb. 1955 in Lohrbach als Roland Fischer) lebt nach Studium in Karlsruhe bei Baselitz und Lüpertz als Maler in Berlin und Südfrankreich. Thomas Hildenbrand (geb. 1980 Eberbach) lebt als Holzbildhauer und Restaurator in Ilshofen und ist für virtuos-sinnliche Skulpturen bekannt. Miriam Beichert (geb. 1999 Mosbach) lebt nach Studium bei Daniel Richter/Wien in Stuttgart. Sie arbeitet mit gefundenen Materialien, und schafft damit visuelle Erzählungen.


Christoph Breuer
Namenlose Zustände

31.07. – 06.09.2026 Buchen

Wir sind es gewohnt, dem Alltag unerschrocken zu begegnen, und merken erst auf, wenn unsere Gewohnheiten durchkreuzt werden. Man könnte meinen, dass uns die Malerei von Christoph Breuer auf das Ungewöhnliche vorbereitet. Seine Werke schärfen die Sinne, sie fordern uns auf, innezuhalten und auch den Alltag mit anhaltender Verwunderung zu betrachten. Bei großer Bandbreite der Sujets sind wir immer wieder eingeladen, im Spiel von Vertrautheit
und Befremden eigene Erinnerungen und Gefühlszustände aufzudecken. Seine Malerei transzendiert das Dargestellte, es gelingt ihr,
aus einem Bild ein Geheimnis werden zu lassen.
(Dr. Claudia Peppel)

www.christophbreuer.de


Experimentelle elektronische Musik
StromWandlungSchall 5

12.09.2026 Mosbach

Nicht nur Freunde zeitgenössischer experimenteller Musik werden in der vierten Ausgabe unserer Konzertreihe StromWandlungSchall einzigartige Momente erleben. Seit nunmehr fünf Jahren bietet die vom Kunstverein getragene Veranstaltung dem breiten Publikum einen lebendigen Einblick
in die Produktionen zeitgenössischer elektronischer und experimenteller Musik. Mit diesem Anspruch hat sich StromWandlungSchall, kurz SWS, über die Jahre hinweg zu einem Veranstaltungsformat entwickelt, das auch im bundesweiten Umfeld Aufmerksamkeit erreicht. Künstler/innen aus Hamburg, Freiburg, Wuppertal, Köln und Wien werden auf
unterschiedlichstem Instrumentarium ihre Kompositionen und Improvisationen aufführen und das Alte Schlachthaus für eine Nacht in eine einzigartige Atmosphäre tauchen. Wir laden Sie
ein zu einem neuen Abenteuer im Reich der Klänge! Die Namen der Künstler*innen werden später veröffentlicht.


Emmanuel Henninger
Mein Körper ist ein Hinterland

20.09. – 31.10.2026 Mosbach

Als Ergebnis eines Aufenthalts im SAW Center (Ottawa, Kanada) in Zusammenarbeit mit der französischen Botschaft untersucht Emmanuel Henninger in dieser Ausstellung die Beziehung
zwischen Körper, Territorium und Protest.
Anhand einer Reihe von Forschungszeichnungen verbindet der Künstler die Umweltkämpfe rund um das Atomkraftwerk Chalk River (Ontario) mit den Mobilisierungen gegen das Tesla-Werk in Grünheide oder den Auseinandersetzungen in Lützerath in Deutschland. Der Körper wird zu einem Ort des Widerstands, zu einem zugleich intimen und politischen Territorium.
Emmanuel Henninger, ausgebildet in Bildender Kunst und Sozialwissenschaften, lebt und arbeitet in Mulhouse. Seine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Kunst und Protest.

>> Infos auf der Webseite des Künstlers